Was kostet Bestellsoftware für Großhändler?
Die meisten Anbieter veröffentlichen keine Listenpreise. Wir erklären, wie sich Kosten zusammensetzen.

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an
Die meisten Anbieter veröffentlichen keine Listenpreise. Das gilt für Choco, ChefsList und OrderLion. Genaue Zahlen gibt es im Gespräch, oft nach einer Demo. Sie können aber vorab verstehen, woraus sich ein Angebot zusammensetzt und wo Sie verhandeln können.
Typische Preismodelle
- eine monatliche oder jährliche Grundgebühr
- Gebühren je angebundenem Kunden oder je Bestellung
- Einrichtungskosten für Schnittstellen und Datenübernahme
- Aufpreise für Module wie Außendienst-App oder Rechnungs-Center
Welches Modell zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Kundenzahl ab. Bei wenigen, großen Kunden lohnt oft eine Grundgebühr, bei vielen kleinen eher eine Staffelung.
Beantworten Sie acht kurze Fragen und erhalten Sie eine Top 3.
Zum Anbieter-CheckWer zahlt?
Bei Choco und ChefsList ist die App für Besteller kostenlos, die Kosten tragen die Großhändler. Das senkt die Hürde für Ihre Kunden, wirkt sich aber auf Ihr Budget aus. Bei anderen Anbietern gelten teils andere Modelle. Fragen Sie deshalb immer, ob für Ihre Kunden Kosten entstehen.
Kosten, die gern vergessen werden
- die Schnittstelle zur Warenwirtschaft, einmalig und laufend
- Schulung und Onboarding Ihrer Kunden
- Zeit für die Prüfung unklarer Bestellungen, besonders am Anfang
- Preissteigerungen bei wachsender Kundenzahl oder zusätzlichen Modulen
- Kosten für Updates Ihres ERP, wenn die Schnittstelle angepasst werden muss
Beispielrechnung
Das folgende Rechenbeispiel ist rein illustrativ und enthält keine Preise eines Anbieters. Nehmen Sie an, Ihr Büro verbringt jeden Tag zwei Stunden mit dem Abtippen von Bestellungen. Bewerten Sie diese Zeit mit Ihrem internen Stundensatz und rechnen Sie sie auf ein Jahr hoch. Diese Summe stellen Sie den Jahreskosten der Software gegenüber. Rechnen Sie ehrlich: Am Anfang bleibt Prüfarbeit, die Ersparnis wächst mit dem Anteil digitaler Bestellungen.
Diese Fragen gehören in jedes Angebot
- Was ist einmalig, was laufend?
- Wie lang ist die Laufzeit, wie die Kündigungsfrist?
- Was kostet die Anbindung an mein ERP?
- Wie verändern sich die Preise bei mehr Kunden?
- Welche Leistungen sind im Support enthalten?
Tipp: Holen Sie mindestens zwei Angebote ein und vergleichen Sie sie auf gleicher Basis. Die Demo-Checkliste hilft dabei.
Verhandeln Sie mit Zahlen
Wer seine Ausgangswerte kennt, verhandelt besser. Messen Sie vor dem Start, wie viele Bestellungen pro Kanal eingehen und wie lange die Erfassung dauert. Wie das geht, lesen Sie in Kennzahlen: Den Erfolg messen.
Fazit
Rechnen Sie nicht nur die Gebühr, sondern auch die Zeitersparnis. Welche Anbieter in Frage kommen, zeigt der Anbieter-Check.
Grundlage dieses Beitrags
Die Angaben zu Anbietern stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen, vor allem den Webseiten der Anbieter, und aus eigener Recherche im Internet. Wir geben sie als Anbieterangaben wieder und konnten sie nicht im Einzelnen prüfen. Funktionen, Preise und Konditionen können sich jederzeit ändern. Maßgeblich ist allein, was der jeweilige Anbieter Ihnen schriftlich zusagt. Bewertungen und Einordnungen sind unsere redaktionelle Meinung. Hinweise auf Fehler nehmen wir über die Seite Für Anbieter oder die Kontaktseite entgegen und korrigieren sie zeitnah.
Häufige Fragen
Gibt es kostenlose Bestellsoftware für Großhändler?
Uns ist keine vollwertige kostenlose Lösung für Großhändler bekannt. Für Besteller sind Apps meist kostenlos.
Lohnt sich der Aufwand für kleine Betriebe?
Das hängt vom Anteil händischer Arbeit ab. Messen Sie Ihre Ausgangswerte und rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen.
Gibt es versteckte Gebühren?
Fragen Sie nach Einrichtung, Schnittstellen, Updates und Support. Lassen Sie sich alle Posten schriftlich aufführen.
Welche Lösung passt zu Ihrem Betrieb?
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