Warenwirtschaft anbinden: ERP-Schnittstellen einfach erklärt
Ohne Schnittstelle landen Bestellungen nicht im ERP. Das Thema entscheidet über Erfolg oder Frust.

Die Schnittstelle entscheidet
Ohne Anbindung an die Warenwirtschaft landen Bestellungen nicht im ERP und müssen von Hand übertragen werden. Das frisst genau die Zeit, die Sie sparen wollten. Deshalb ist die Schnittstelle oft wichtiger als jede einzelne App-Funktion.
Welche Arten es gibt
- Standard-Konnektor: fertige Verbindung zu gängigen Systemen, meist am schnellsten eingerichtet
- API: offene Schnittstelle, die Entwickler nutzen können, flexibel, aber aufwendiger
- Dateiaustausch: zum Beispiel CSV, einfach, aber weniger aktuell
- Individuelle Anbindung: aufwendig, kostenpflichtig, dafür maßgeschneidert
Beantworten Sie acht kurze Fragen und erhalten Sie eine Top 3.
Zum Anbieter-CheckWas gleichzeitig synchronisiert werden muss
Eine gute Anbindung transportiert mehr als nur die Bestellung:
- Artikelstamm: Artikel, Einheiten, Beschreibungen
- Preise: kundenspezifisch, mit Staffeln und Aktionen
- Bestände: damit Kunden Verfügbarkeit sehen
- Kundendaten: Adressen, Konditionen, Liefertage
- Bestellungen: vom Kunden ins ERP
- Rechnungen und Lieferscheine: zurück zum Kunden
Was Anbieter nennen
ChefsList nennt nach eigenen Angaben über 50 angebundene Warenwirtschaften, darunter SAP, Lexware und Xentral. Weitere Systeme lassen sich laut Anbieter auf Anfrage anbinden. Choco führt SAP, Microsoft Dynamics, Sage und Odoo auf, OrderLion unter anderem SAP, Sage und Xero. FoodOrder bezieht sich auf das eigene ERP FoodOffice. Ob Ihr System dabei ist, klären Sie vor dem Gespräch zu Preisen.
Fünf Fragen an jeden Anbieter
- Gibt es einen Standard-Konnektor für mein ERP?
- Wer pflegt die Schnittstelle, und was kostet sie?
- Wie oft werden Preise und Bestände abgeglichen?
- Gibt es Referenzkunden mit demselben ERP?
- Was passiert, wenn mein ERP-Hersteller ein Update bringt?
Klären Sie die Anbindung vor der Preisverhandlung. Wird Ihr ERP nicht unterstützt, ändert das die Auswahl.
Typische Stolpersteine
- Artikelstamm mit Dubletten oder unklaren Bezeichnungen
- Kundenspezifische Artikelnummern, die nicht gepflegt sind
- Preise, die nur in Excel existieren
- Schnittstelle, die nachts läuft, während Kunden tagsüber Preisänderungen erwarten
Fazit
Eine gute Schnittstelle macht aus der App ein Werkzeug, das Ihr Büro entlastet. Im Anbieter-Check können Sie Ihre Warenwirtschaft angeben, damit die Empfehlung dazu passt.
Grundlage dieses Beitrags
Die Angaben zu Anbietern stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen, vor allem den Webseiten der Anbieter, und aus eigener Recherche im Internet. Wir geben sie als Anbieterangaben wieder und konnten sie nicht im Einzelnen prüfen. Funktionen, Preise und Konditionen können sich jederzeit ändern. Maßgeblich ist allein, was der jeweilige Anbieter Ihnen schriftlich zusagt. Bewertungen und Einordnungen sind unsere redaktionelle Meinung. Hinweise auf Fehler nehmen wir über die Seite Für Anbieter oder die Kontaktseite entgegen und korrigieren sie zeitnah.
Häufige Fragen
Was, wenn mein ERP nicht auf der Liste steht?
Fragen Sie nach einer individuellen Anbindung oder einem Dateiaustausch und lassen Sie sich Kosten nennen.
Wie lange dauert die Anbindung?
Das hängt vom System ab. Fragen Sie nach einem Zeitplan bis zum ersten Pilotkunden, siehe Einführung in 30 Tagen.
Muss ich mein ERP wechseln?
Nein, aber wenn Ihr System als Nische gilt, kann der Wechsel auf Dauer sinnvoll sein. Das ist eine eigene, größere Entscheidung.
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